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Depression/Burnout!? Teil 2

Hallo und Willkommen zurück zum zweiten Teil. Schön, dass du hier bist.

Zeitlich sind wir jetzt im Mai 2020. Am 7. Mai hatte ich meinen Online Termin mit einem Facharzt der Psychiatrie um einen psychischen Reha-Aufenthalt machen zu können.
Ich war froh das dieser Online stattfand, es war damals sehr schwer mich zu motivieren zu Terminen außerhalb meines Wohnkreises zu gehen. Motivation war überhaupt mangelware. Der Termin lief ganz gut ab, wenn man bedenkt, dass es sicher schwer ist für einen Arzt der einen das erste Mal sieht und dann noch online. Ich fand und finde es irgendwie bedenklich, dass einem eigentlich sofort Medikamente angeboten werden. Mein Ex-Freund hat auch Erfahrungen mit dem Thema Burnout gemacht und nahm damals Medikamente. Er erzählte mir damals, wie es ihm ging damit und das die Medikamente damals zwar die Tiefs abgefedert hatten, aber er auch keine Hochs hatte. Es war für ihn Emotionstechnisch wie eine Null Linie. Davor hatte ich Angst und wollte es nicht. Ich wollte und will meine Hochs fühlen auchwenn dafür auch Tiefs kommen. Ich fand und finde es wichtiger, dass man lernt mit seinen Tiefs, aber auch mit seinen Hochs umzugehen. Wie man sich selbst hilft und in die Handlung kommt. Denn zu wissen, was einem hilft heißt noch nicht, dass man es auch anwendet. Hab ich selbst oft genug erlebt. Also ich habe während dieser ganzen Zeit keine Medikamente genommen, da ich auch Angst vor einer Abhänigkeit hatte. Ich habe es ohne geschafft, ich denke der Weg war dadurch wahrscheinlich länger, vielleicht manchmal auch schwieriger. Aber ich wollte selbst Verantwortung übernehmen und da alleine rauskommen und nicht einfach Pillen schmeißen und hoffen, dass es besser wird. Versteht mich nicht falsch, jedeR hat seine eigene Geschichte, einen anderen Schweregrad, Empfinden, Umstände und Ressourcen. Ich verurteile auch niemanden. Wenn du Medikamente nimmst und sie dich unterstützen, ist das super. Aber vielleicht inspiriere ich dich, mehr hineinzufühlen ob du sie wirklich brauchst, ob die Dosis so richtig ist, ob es das richtige Medikament ist. Lasse dich bitte auf jeden Fall gut beraten, von einem Arzt dem du zu 100% vertraust. Ein Arzt bei dem du das Gefühl hast, er möchte etwas gutes für dich

Die Rehabilitation

Ich war sehr gespannt, die ersten paar Tage verliefen ganz gut, ich bekam veganes Essen und wurde halbwegs satt. Musste mich aber auch bisl selbstversorgen, da es etwas brauchte bis sie sich auf mich eingestellt hatten und ich auf sie. Mein grüner Smoothie (ich hatte meinen kleinen WMF Mixer mit) war wahrscheinlich das Nährstoffreichste, dass ich hier bekommen habe.  Auch mein Intervall Fasten (16/8) zog ich dort durch. Die Intervalle haben sich aber meistens von 16 Stunden auf 17h oder 18h erhöht, aufgrund vom Therapieplan. Auch wenn es mir schon deutlich besser ging, im Vergleich zu ein paar Monaten zuvor, spürte ich doch noch immer die mentale Erschöpfung. Auch wenn gar nicht viel zu tun war, war ich oft müde. Es fühlt sich merkwürdig an, wenn der Körper will und der Geist es nicht zu lässt. Das ist eine Herausforderung, die richtige Dosis, das richtige Gleichgewicht, an Aktivität und Erholung zu finden.

 

Wie lieft das hier so ab in Gars am Kamp? Es gab jede Woche einen neuen Therpieplan. Ein Beispiel siehe Foto. Also die Gegend ist echt so schön und ruhig und super geeignet für eine Reha. Die Menschen, die hier leben sind auch ruhiger und es ist alles viel entspannter als in einer Großstadt. Die Leute die auf dem Land oder in Kleinstädten leben, werden dies kennen. Ich hatte es schon fast vergessen. Wir hatten verschiedene Therapien, ich werde diese mal näher erklären, so gut ich kann.

Ergotherapie: Als Therapie hatte ich es noch nie. Vielleicht mal selbstverordnet, z.B. Male ich gerne Mandalas aus und ist auch eine Form der Ergotherapie. Am Anfang darf man sich mal mit den Möglichkeiten auseinandersetzen. Was liegt mir? Zeichnen, Ton bearbeiten, Körbe flechten, Holzarbeiten, Speckstein schleifen… Was denkt Ihr habe ich zuerst versucht?

Im bereits erwähnten Urlaub vor 2 Jahren, hatte ich das erste Mal die Gelegenheit, Speckstein schleifen zu probieren und es hat mir wirklich Spass gemacht und mich geistig entspannt. Also habe ich mich intuitiv dafür entschieden. Der praktische Teil in mir wollte etwas anfertigen, dass ich gebrauchen kann. Ich habe mich für einen Stiftehalter entschieden, da mich die herumliegenden Stifte im Zimmer genervt haben. Der kreative Teil in mir wusste, nach der Grobarbeit, kann die Kreativität aktiv werden und das „Ding“ weiter gestalten. Schon die Arbeit mit Hammer und Meisel hat mir Spass gemacht, mal ordentlich draufhauen, mal vorsichtig, damit der Stein nicht bricht. Schon in den ersten zwei Tagen bin ich gut voran gekommen. Siehe Fotos. Es gab auch mal kleine Schwierigkeiten, dass etwas abbröckelte was nicht sollte, aber es hat mich achtsamer arbeiten lassen. Eine Challenge war für mich, die freie Pauseneinteilung, denn ich verliere mich gern in Dingen die ich gern mache. So habe ich die ersten Ergotherapien, die Zeit vergessen und durchgearbeitet. Das Resultat war, dass ich zwar gut voran kam, aber auch ziemlich erschöpft war. Die Einheiten waren meist 2 Stunden lang, manchmal 1 Stunde und dies meistens 1-2x in der Woche. Für meinen Fantasie-Wolken-Stifte-Brunnen hab ich mir richtig viel Zeit genommen und ca 4 Wochen gebraucht. Er heißt so, weil manche Bilder auf den Seiten sind und nicht jeder das Gleiche erkennt, so wie bei Wolkenbildern. Ich habe dann noch ein paar kleine Specksteine für Mitpatienten geschliffen. An einem dieser Tage ging soviel schief, mir sind 2-3 Specksteine gebrochen und ich war extrem frustriert. In der Ergotherapie habe ich einige Lektionen für mein weiteres Leben bekommen. Bei einem der Steine hatte ich kleine Vorgaben, als ich merkte ich kann diese nicht genauso umsetzen, habe ich enorm großen Stress und auch etwas Panik verspürt. Interessant war, dass ich es für mich von außen betrachten konnte und die Reaktionen meines Körpers wirklich interessant waren und überhaupt nicht nötig und auch nicht angebracht, weil ich ja etwas verschenke, da dürfen Vorgaben, Richtlinien sein, aber kein muss. Ich habe dem Beschenkten von meinen Schwierigkeiten erzählt und auch was diese in mir auslösen und haben gemeinsam eine Lösung gefunden. Mein Letztes Projekt war dann ein Obstkorb. Fürs erste Mal bin ich sehr zufrieden, auch wenn er etwas größer geworden ist als ich mir vorgestellt habe. 😛 Auch hier hatte ich eine Herausforderungen und zum Ende zu wieder dieses Pausenthema. Zwischendurch hab ich die Pausen recht gut eingeteilt für mich und mich auch in der Pause mal in einem Gespräch verloren, dass wirklich sehr schön war und auch ok war, dass die Pause dann sehr ausgedehnt war. Aber ich wollte diesen Korb unbedingt zu Ende bringen und bin auch wieder ein paar Mal über meine Grenzen gegangen. Obwohl ich müde war und ich spürte, ich brauche eine Pause, habe ich keine gemacht. Ich bin locker fertig geworden, es wäre nicht nötig gewesen und auch dies war wieder eine Lektion für mich.

Lektionen aus der Ergotherapie für Mich: -Pausen planen und einhalten, -nicht zu streng mit sich sein; -Schwierigkeiten können immer auftreten (durchatmen, kurz inne halten und wenn nötig nach Hilfe fragen; -Respektiere deine Grenzen, es ist ok auch mal schwach zu sein und weniger zu schaffen; -Auch mal Zeit und nicht immer rechtzeitig fertig werden, Mut zur Langsamkeit (sehr schwierig für mich)

 

Gruppentherapie: Auch diese Form von Therapie war neu für mich und ich kannte es quasi nur aus Filmen und Serien :-P. Es gab hier 2 Formen die Basisgruppe und die Reflexionsgruppe. Bis auf den Therapeuten, waren diese aber nicht sehr verschieden. Tatsächlich waren einige Sitzungen für mich wirklich bereichernd und ih denke ich konnte auch andere mit meiner Sicht der Dinge bereichern. Zwischendurch gab es einen Teinehmer, der mich extrem getriggert hat und diverse unangenehme Gefühle und Emotionen in mir auslöste. Ich habe länger darüber reflektiert und nach dem Grund gesucht. Genau konnte ich es nicht herausfinden, aber es hat einige Erlebnisse aus meiner Kindheit zum Thema „Mobbing“ wieder hervorgebracht. Ich dachte, das wäre für mich schon abgeschlossen, ist es aber anscheinend doch noch nicht so ganz. Ich habe das Thema dann bei der nächsten Gruppentherapie zur Sprache gebracht und mich sehr daruf vorbereitet u.a. mit Notizen. Ich finde es wurde gut angenommen und wir haben auch allgemein und kostruktiv über das Thema Trigger gesprochen, denn Trigger werden uns immer wieder begegnen und so hatte „mein Thema“ auch einen Mehrwert für die Gruppe. Unterstützend war, dass wir den Redestab ausprobiert hatten. Der Redestab machte diese Sitzung umso intensiver und auch anstrengender, da jeder genau zuhören musste, denn es war nicht klar wer den Redestab als nächster bekam. Im Link einen kleinen Exkurs dazu. Wir haben dies so angewendet, dass jeder der den Redstab bekam, das Gesagte vom Vorredner kurz zusammenfassen musste. Und das war echt eine Challenge manchmal. Es war echt nicht einfach für mich das Thema in die Gruppe zu bringen und vorzutragen. Ich hatte alle möglich Zustände während dessen, Übelkeit, Zittern, Kopfschmerzen, Anspannung. Somit war ich echt stolz, dass ich mich dem gestellt habe.

Es gab einen Therapeuten mit dem ich so gar nicht klar kam und ich war Heilfroh, dass ich ihn nicht als Einzel………therapeuten hatte. Aber so ist das und man muss zum Glück nicht mit allen können. Einen Lernerfolg hatte ich aber während einer seiner GT´s (Gruppentherpien). Ich merkte, dass es an diesem Tag so überhaupt nicht hilfreich und sinnvoll war. Nach der Pause und einigen Minuten Schweigen in der Gruppe, entschied ich mich dazu die Gruppe zu verlassen. Warum war dies ein Lernerfolg? Weil die Situation umgemünzt, der Jobsituation ähnelt. Ich brauchte viel länger um zu merken, dass dieser Job nicht sinnvoll für mich ist und dann nochmal länger bevor ich diese Situation verlassen habe und das nicht einmal aus eigenem Antrieb. In dieser GT, ging dass im Vergleich blitzschnell *schulterklopf*. 🙂

Zusammenfassend waren die meisten GT´s für mich angenehme Plauderrunden und manchmal auch fordernd und bereichernd.

Gesundheitsföderung: Auch eine Form der GT. Hier wurden gesundheitsfördernde Maßnahmen wie z.B. Resilienz-Widerstandsfähigkeit, Unterscheidung von Verhaltensweisen (sicher, unsicher, aggressiv), „Die Vier Ohren der Kommunikation“ von Schulz von Thun, „Nein“ sagen und andere besprochen. Auch hier fand ich viel hilfreich und ich empfand die Einheiten immer als angenehm.

Ausdauertraining/Koordinationstraining in der Natur: Für sportliche Menschen war das „Ausdauertraining“ eher ein gemütlicher, manchmal auch fordernder Spaziergang. Ich hab die Zeit genutzt und hab meistens Laufeinheiten daraus gemacht. Ich bin der Gruppe einmal abhanden gekommen, weil sie dann doch einen anderen Weg eingeschlagen haben, als ich vermutete. Das war dann echt eine feine Laufeinheit. 😛 Cool ist, dass ich immer wieder durch das Laufen, andere motiviert habe sich mir laufend anzuschließen. Auch manche Therapeuten haben dann die Gruppe motiviert. Es gab meist 2-3 verschiedene Niveaus und ich war natürlich immer bei der schellen :-). Und auch nachhaltig motiviert habe ich, mit manchen besteht noch Kontakt und es wird weiterhin hin und wieder gelaufen :-D.
Beim Koordinationstraining gab es immer unterschiedliche Themen und es war fast immer echt cool. Wir haben Lauf-, Geh- und Sprungtechniken geübt, Jonglieren geübt und u.a. auch mobilisiert. Bei diesen beiden Therapien war ich fast immer 100% motiviert.

Gesundheitsvorträge:

Ernährungsgruppe:

Sonstige Aktivitäten

Das hat mir geholfen/ Meine Tipps bei Burnout/Depression:

Die Grinberg Methode

Ich kann Euch nur die Grinberg Methode empfehlen. Im Link ist es ganz gut beschrieben worum es geht. Ich gebe Euch gerne die Nummer von meiner Therapeutin, falls ihr es probieren möchtet. Sie ist wirklich spitze. Für mich ist es eine Mischung aus Psychotherapie und Körperarbeit. Sie ersetzt aber eine Psychotherapie nicht, ergänzt diese für mich aber sehr gut. Ich denke sie ist wirklich für jede Art von Thema geeignet. Mir hat es schon soviel geholfen. Ich werde aufmerksamer und achtsamer mit meinem Körper und spüre viel besser wenn er mit mir kommuniziert, mir meine Grenzen zeigt. Es ist eine tägliche Arbeit und sicher nicht einfach, aber es lohnt sich. Gut möglich, dass durch diese Methode der Burnout früher kam. Denn ich nehme mich einfach besser wahr und versuche anhand der Verspannungen oder Schmerzen, die Ursachen abzuleiten. Das funktioniert nicht immer, aber mittlerweile viel öfter und so kann man auch gegensteuern oder Situationen verlassen, wenn man merkt, dass sie einem nicht gut tun.

Psychologische Betreuung

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Sport, Yoga und Meditation

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Ätherische Öle

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Gesunde, vollwertige Ernährung

Um tiefgehend darauf einzugehen würde es wahrscheinlich ein ganzes Buch brauchen, ein paar Tipps und Gedanken kann ich dir aber schon mitgeben und wenn du mehr wissen magst, melde dich gerne für ein Coaching.

Was ist/war so gar nicht hilfreich?

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Wie geht es mir jetzt? Wie geht es weiter?

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Wow, wenn du das hier noch liest, gebührt dir einfach ein Wow und ein Danke. Entweder hat dich meine Story echt interessiert oder dir war verdammt lnagweilig. Nein kleiner Scherz. Ernsthaft, danke fürs Lesen. Ich bin sehr auf deine Meinung zum Thema Burnout und auch zu meinem Beitrag gespannt. Schreib mich gern an, ein Kommentar, Email, Messenger PN oder wir quatschen mal in echten Leben drüber.

Alles Liebe

Deine Mary

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Über den Autor

Maria Heinrich

Was erwartet Euch?! Restaurantberichte und Tipps, Berichte über Events und Shopping und gelegentliche Beiträge in der Rubrik "Nachgekocht".

Mary: geboren in Dresden(Deutschland), ich wohne seit über 10 Jahren in Wien, Frohnatur und Energiebündel, lebe seit ca 1,5 Jahren vegan. Bin gerne in Bewegung, Fitness und Tanzen sind fester Bestandteil in meinem Leben und ich liebe es mich durch die vegane Kulinarik zu kosten.

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